GMW09 – Vortragsfolien

Ein kurzer Beitrag direkt von der GMW09, wo wir gestern unser Konzept zum KaffeePod vorstellen konnten. Um einen Einblick in unseren Vortrag zu geben, hier schon mal vorab die Folien. Der Beitrag ist bereits in gedruckter Form im Tagungsband enthalten, wird aber nächste Woche auch online zugänglich sein. Dann kann der Interessierte sich tiefer in unsere Ideen einlesen.

www.kaffeepod.de

Die Website zum Projekt KaffeePod ist fertig. Pünktlich zur GMW09 wurde die Seite gelauncht, und die beiden ersten Podcasts stehen bereits zum Anhören und Download zur Verfügung.

Wir haben uns entschieden zum Start gleich zwei Folgen online zu stellen. Zum einen möchten wir damit dem Durst nach dem KaffeePod, der uns in der letzten Zeit verstärkt aufgefallen ist, stillen. Zum anderen zeigt sich so schnell die Verschiedenheit der einzelnen Folgen. Aus früheren Erfahrungen mit Hörspielprojekten haben wir mitgenommen, dass man in Sachen Nachhaltigkeit und Kontinuität an der Universität oftmals an seine Grenzen stößt, wenn man Projekte sehr stark an bestimmte Personen knüpft. Mögen diese noch so sehr mit Herzblut an dem Vorhaben arbeiten – die natürliche Entwicklung ist einfach, dass Studierende irgendwann die Universität verlassen und neue Wege (und neue Projekte) gehen. Insofern war es erklärtes Ziel zwar Konstanten (z.B. in Form des zentralen Ortes, der Cafeteria) einzusetzen, aber von Beginn an Strukturen zu schaffen, die eine längerfristige Auslegung des Konzepts ermöglichen.

Die beiden Folgen zeigen, dass zwei unterschiedliche Gruppen im großen Kontext des universitären Lebens sehr verschiedene Wege gehen können. Ein KaffeePod zeigt auf, welche Möglichkeiten für Studierende mit Kind bestehen. Dabei werden sehr anschaulich die unterschiedlichen Etappen von Schwangerschaft über Kinderkrippe bis zum Kindergarten aufgezeigt. Die zweite Gruppe hat sich mit dem Thema „Lernen und Lehren“ auseinandergesetzt. Besonders im Hinblick auf die Erstsemester, die in den nächsten Wochen die Uni das erste Mal erstürmen, halte ich das für eine wichtige zusätzliche Informationsquelle um wichtige Fragen über Veranstaltungen, Prüfungen etc. zu klären.

Zusätzlich haben wir gestern die Nachricht erhalten, dass der KaffeePod für ausländische Studierende (eine Erweiterung der Ursprungsidee mit einem mehrsprachigen KaffeePod) beim Wettbewerb Generation-D in die nächste Runde gekommen ist und sich nun zu den 20 Finalisten zählen darf. 🙂 Ich bin ehrlich begeistert über den Zuspruch und die Offenheit, die der KaffeePod erfährt! Wie bereits geschrieben, geht es uns darum nachhaltige Strukturen zu schaffen. Bislang sieht es so aus, als würde uns das sehr gut gelingen. Trotz aller Euphorie versuchen wir natürlich auch ein selbstkritisches Auge auf uns zu werfen, so dass auch eine kontinuierliche Verbesserung der Ausgangsidee stattfindet.Wir sind deshalb gespannt auf die Diskussion zu unserem Vortrag am Dienstag.

Counting down to zero!

1. September: Nicht nur ist heute meteorologischer Herbstanfang, nein, heute war auch die Deadline für die fertigen KaffeePods. Alle Studierenden haben pünktlich abgegeben und ich freue mich schon heute, wenn wir die fertigen Podcasts endlich auf unserer Website, die in den Startlöchern steht, präsentieren können. In zwei Wochen fahren wir (d.h. Sandra und ich) auf die GMW um dort unser Paper (sobald es online steht, werde ich an dieser Stelle darauf verlinken) zum KaffeePod auf der Tagung zu präsentieren. Bis dahin werden die letzten Arbeiten an der Internetpräsenz abgeschlossen sein und wir können endlich die kreativen Ideen und  Geschichten der Studierenden vorzeigen.

Sehr viel Engagement ist von Seiten des ganzen Teams und auch von den Studierenden in das Projekt geflossen und das Konzept steht unserer Meinung nach auf einer sehr soliden Basis, weshalb wir auch im nächsten Semester die Arbeit am KaffeePod weiterführen werden. Ich biete deshalb im Wintersemester erneut ein Seminar an – an spannenden Themen mangelt es nicht – und auch Sandra wird mit dem Begleitstudium die Kooperation und Distribution rund um den KaffeePod weiter vorantreiben. Ich denke die Sache wird so schnell nicht erledigt sein, erstens weil das Projekt zu unserem ganz persönlichen „Baby“ geworden ist und zweitens weil auch im Zuge von Bologna ein großer Bedarf besteht, innovative und zielführende Konzepte zu entwickeln, von denen Studierende und Hochschule gleichermaßen profitieren können.

KaffeePod – Schüler an der Uni

Gestern war es soweit. Der Schülerzeitungsredakteurstag (schreckliches Wort!) fand an der Uni statt. Im Rahmen des KaffeePod-Projekts, von dem ich ja schon hier und hier berichtet habe, und des Wissenschaftsjahres wurden Redakteure von Schülerzeitungen aus der Region eingeladen, an der Uni Augsburg kleine Podcasts zu produzieren. Nachdem die Schüler von uns am imb begrüßt wurden, bekamen sie jeweils einen Studierenden aus meinem Seminar zum KaffeePod an die Hand und wurden in die verschiedenen Fakultäten geschickt. Leider war die Resonanz auf die Ausschreibung für die Redakteure wohl aufgrund von Abiturzeit oder anderen Gründen relativ zurückhaltend, weshalb wir insgesamt nur auf sieben Schüler kamen (20 wären maximal möglich gewesen). Das ist zwar schade, hatte aber den entscheidenden Vorteil, dass wir quasi Exklusivbetreuung anbieten konnten. Die jeweiligen Schüler hatten dann auch jeweils einen persönlichen studentischen Mentor und konnten sich so sehr intensiv mit den Gesprächspartnern an der Uni auseinandersetzen. Die Resonanz am Redakteurstag teilzunehmen, kam von Seiten der Fakultäten zwar teilweise relativ spät, dann aber mit umso mehr Engagement. Nach den ersten Erkundungen am vormittag und den Gesprächen mit den Dozierenden gab es für die Schüler erst einmal eine wohlverdiente Mittagspause nach der sie wieder voll gefordert waren. Das Audiomaterial, das zuvor gesammelt wurde musste gesichtet, sortiert und geschnitten werden. Damit das Ganze einen Podcast gibt, waren die Schüler in Kleingruppen aufgefordert passende Texte zu schreiben und diesen dann einzusprechen. Herausgekommen sind kleine vertonte Geschichten (natürlich mit O-Tönen der Gesprächspartner), die ihren Tag an der Uni beschreiben und die die Schüler natürlich auch mit nach Hause nehmen durften.

Wie das meistens ist, wenn man etwas zum ersten Mal macht: An einigen organisatorischen Sachen kann man auf jeden Fall noch feilen. Im Großen und Ganzen haben aber alle Beteiligten gesagt, dass sie es einen schönen und spannenden Tag fanden und die Schüler waren auch sehr eifrig zu wissen, ob es denn eine Wiederholung solch einer Veranstaltung geben wird.

Wake-up Call: Was man alles so voraussetzt…

Wenn man täglich im Internet arbeitet, stöbert…ja irgendwie zum Teil auch lebt, dann vergisst man oft, dass nicht jeder so intensiv mit dem Medium arbeitet oder dass manche Sachen einfach nicht so selbstverständlich sind, wie man annimmt.

Gestern war der Auftakt für mein Seminar zum „KaffeePod“ und ich muss sagen, trotz des wirklichen kleinen Raumes („Ihre heutige Challenge: Pressen Sie 25 Leute auf gefühlte 15 qm“) und den üblichen Teilnehmer-/Wartelisten-Gerangel war es ein guter Start. Während meiner Vorstellung des Konzepts habe ich natürlich – stolz wie Oskar –  von der geplanten Kooperation mit iTunesU berichtet. Die Uni Augsburg wird ja mit Apple zusammenarbeiten und es ist geplant, interessante Inhalte aus Lehre und Forschung auch aus Augsburg über iTunesU zu distribuieren. Klar, dass da der KaffeePod auch mitmischt. Als ich eben so darüber im Seminar berichte, sehe ich in viele fragende Gesichter und ich musste mal eben selbst nachfragen: „Wer von euch kennt denn iTunesU?“ Überwiegend betretenes Schweigen. Auf meine Nachfrage, wer denn iTunes (ohne „U“) kennt, kam dann begeistertes Kopfnicken. AHA! In meiner Vorstellung war iTunesU natürlich schon wieder jedem, der irgendwie einen Fuß in die Uni setzt, bekannt. Kurzer Realitätscheck. So ist das wohl nicht.

Die Erkenntnis für mich ist jedenfalls, dass es wirklich sinnvoll ist, sich eine realistische Vorstellung von dem zu machen, was die Zielgruppe (z.B. bei einem Vortrag o.ä.) wirklich wissen kann oder ob das, was man so berichtet an dem Alltag derjenigen völlig vorbei geht. Ist ja auch nicht schlimm, wenn man was nicht weiß! Ich weiß so vieles nicht und kann ganz entspannt damit leben. Zum Beispiel habe ich nur wenig Ahnung von z.B. handwerklichen Sachen (wie Langzeitleser meines Blogs bestätigen können 😉 ) – bloß wenn das Ziel ist, für andere Inhalte verständlich aufzubereiten, ist es wichtig zu wissen, wo ich den Zuhörer oder Leser abholen muss. Haben wir wieder was gelernt..!

Kurzer Hinweis: Viele andere haben schon über iTunesU berichtet, z.B. hier, hier und hier.

Startschuss fürs neue Semester

Morgen beginnt die Vorlesungszeit und somit geht es in eine neue Runde für die Studierenden. Dieses Semester ist für mich etwas anders, da ich zum ersten Mal selbst ein Seminar halte. Ich habe zwar bereits einige Tutorien geführt, aber in Punkto Seminar wird das eine neue Erfahrung.

Das Seminar nennt sich „KaffeePod: Ein Podcast erobert die Uni“ und es geht dabei um Podcasting im Bildungskontext. Gemeinsam mit dem Studierenden soll eine Serie von Hörspielen produziert werden, die informativ und gleichzeitig unterhaltend über den Alltag an einer Universität berichten. KaffeePod heißt das Ganze deshalb, weil der Dreh- und Angelpunkt aller Aktivitäten die Cafeteria der Uni ist.

Anfangs hatte ich 20 Personen für das Seminar vorgesehen, aufgrund des großen Interesses (es haben sich knapp 60 Leute für die Veranstaltung angemeldet) habe ich das Kontingent noch einmal um fünf Personen (also eine Gruppe) erhöht. Mehr ist leider aufgrund des kleinen Raums nicht drin. Aber ich denke auch so ist das eine Zahl von Studierenden mit der man noch sehr gut arbeiten kann.

Das Seminar ist sehr praktisch ausgerichtet, aber auch an inhaltlichem Input wird es nicht mangeln. Als Projektseminar ist das Ganze nicht darauf ausgerichtet DIESES EINE und kein anderes Ziel zu erreichen. Wir werden sehen, was die Gruppen aus den Vorgaben mit Hilfe ihrer Kreativität und ihres Engagements machen. Als Tutor steht mir und den Studis Christian (auf den ich gerne verlinken würde, der aber noch keine Teamseite hat) zur Verfügung – das freut mich natürlich auch! Gabi und Sandra haben in ihren Blogs auch über das KaffeePod-Konzept berichtet – wir meinen es wirklich ernst damit. 😉

Am Mittwoch geht es also in die erste Runde und ich bin wirklich gespannt, wie es laufen wird! Das Thema ist in dieser Form neu und ich bin überzeugt, dass die Gruppen sicher tolle Ideen und Konzepte umsetzen werden. I keep you posted!