Für die Visuellen..

Die Hochschule der Medien in Stuttgart hat einen Film über das Web 2.0 gedreht. Dabei kommen Blogger, Internet-Start-ups und andere zu Wort. Wer mal etwas Zeit hat, kann ja mal reinschauen. An manchen Stellen finde ich ihn etwas langatmig, aber gut, das ist ja Geschmackssache.

Link: sevenload.com

Was ich gerne zur Diskussion stellen möchte, ist ein Kommentar von Tim O’Reilly, der gegen Ende des Films die These aufwirft, der Digital Divide wäre quasi hinfällig. Seine Begründung: Nachdem nun jeder über Handy und Co. verfügt, kann man ja jederzeit ins Netz, somit wären Zugangsbarrieren nicht mehr gegeben. Das ist doch ein bisschen monokausal gedacht, oder bin ich da verblendet? Ich würde mich als relativ aufgeschlossen in Punkto Technologie bezeichnen, aber soweit, dass ich meine Emails am Handy checke, ist es noch nicht. Wie soll jemand, der das Medium Internet per se nicht oder nur wenig kennt, denn jetzt auf einmal per Mobiltelefon die Online-Welt entdecken? So einfach ist m.E. die Digitale Spaltung nicht überwunden.

Popcorn

 

In letzter Zeit war ich mal wieder öfters im Kino. Dabei habe ich festgestellt, dass manchmal das Feuilleton und meine persönliche Meinung meilenweit auseinander gehen. Den Film „Keinohrhasen“ habe ich bereits vor Weihnachten gesehen – ich war begeistert. Endlich mal ein Film zum ausgiebig Lachen, Fremdschämen und einfach toll finden! Klar, Til Schweiger hat sich die Rolle auf den Leib geschrieben und dass er seinen Allerwertesten stolz den Kinozuschauern präsentiert ist auch typisch, aber: Kino soll Spaß machen und dieser Film macht eindeutig Spaß. Und dabei scheinen sich beide Geschlechter gleichermaßen zu amüsieren. Bisher habe ich jedenfalls noch keinen getroffen, der den Film nicht klasse fand.

Am Sonntag gab es dann die MEGA-Enttäuschung: „I am Legend“. Sowas Blödes hab ich im Kino schon lange nicht mehr erlebt. Der Film ist nichts weiter als ein (vermutlicherweise: teurer) Zombiefilm, der so dermaßen viele Logikfehler aufweist – unglaublich. Ungefähr zehn Mal wäre ich beinahe an einem Herzinfarkt gestorben, weil die Soundeffekte so willkürlich und extrem laut durch die Lautsprecher gepeitscht werden – grausam. Will Smith als völlig isolierter Wissenschaftler, der mit Schaufensterpuppen spricht. Er bekommt fast einen Nervenzusammenbruch, als seine Ration Speck (die er für schlechte Tage aufhebt – harhar) aufgegessen wird – gleichzeitig steht eine gut gefüllte Obstschale nett angerichtet in der Küche. Wo er die wohl her hat? Klar, die hat er neben der Jagd auf Zombies (, die wie große Golum-„Mein-Schatz“-Verschnitte wirken) mal eben von der nächsten Plantage in Manhatten gepflückt. Eindeutige Sache.

Also wenn ich noch jemand warnen kann: Spart euch den Film. Das ist ehrlich rausgeschmissenes Geld.