Educamp in Hamburg – Teil 1

Zurück in der Heimat will ich natürlich gerne von meinen Eindrücken aus Hamburg und dem Educamp dort berichten. Für mich war es das erste Barcamp, an dem ich teilgenommen habe. Konkrete Vorstellungen hatte ich nicht, was da jetzt genau auf mich zukommen würde. Jetzt im Nachhinein kann ich aber sagen, dass es mir auf jeden Fall wirklich sehr gut gefallen hat. Zum einen war alles super organisiert – das Team aus Hamburg hat wirklich alles gegeben, um den Beteiligten konstruktive Möglichkeiten für Austausch und Diskussion zu geben. Eigentlich unglaublich, was ohne einen Cent Tagungsgebühr geboten wurde – da kann sich so manche „normale“ Tagung gerne ein Beispiel nehmen. Die Sponsorengelder wurden hier geschickt zu Gunsten der Teilnehmer verwendet und nicht in dubiose Stoffbeutel, Give-aways o.ä. investiert. Auffallend war, dass unter den Teilnehmer (abgesehen von den Unternehmen, die gesponsored haben) sehr viele Unternehmensvertreter zu finden waren.  Studierende fanden sich eher wenige – diejenigen, die ich gesehen habe, sind aber durch begeisterte Teilnahme positiv aufgefallen. Ansonsten hatte man die Gelegenheit, so einige bekannte Online-Gesichter mal im Real-Life zu treffen oder alte Bekannte und Freunde wiederzusehen. Aber nun mal weg von den Rahmenbedingungen und hin zum Inhaltlichen:

Gemeinsam mit Silvia, Mandy, Tobias und Alex habe ich eine Session zu Bildungsforschung 2.0 durchgeführt. Diese, von langer Hand geplante Veranstaltung, war als Weiterführung und Vertiefung unserer Diskussion in der Forschungswerkstatt in Wien zu sehen. Wir konnten, wie erhofft, eine Doppelsession anbieten und es fanden sich zahlreiche Interessierte, die gerne mit uns in verschiedenen Gruppen gearbeitet haben. Ganz so, wie wir uns die Teilung der AGs gedacht hatten, ließ sich das in der Praxis dann zwar nicht verwirklichen, aber unsere letzliche Aufteilung war sinnvoll und zielführend. Es zeigte sich, dass obwohl wir inhaltliche verschiedene Schwerpunkte in den AGs gesetzt hatten, alle Wege irgendwie auf das gleiche Ziel hinausliefen: Wie ist unser Selbstverständnis als Bildungsforscher? Wie muss sich dieses durch Internet und Co. anpassen? Wer kann/darf/soll ein Mitspracherecht an der Forschung haben? Die Zusammenführung der AGs in der gemeinsamen Abschlussdiskussion zeigt deutlich, dass die Probleme ähnlich gesehen werden und weiterhin großer Bedarf fürs Weiterdenken besteht. Einige persönliche Rückmeldungen von Teilnehmern haben mir gezeigt, dass die gute Vorbereitung unserer Gruppe sehr positiv aufgenommen wurde –  was mich natürlich extrem freut! Wir konnten zwar nicht alle Fragen ansprechen, die uns unter den Nägeln brannten – trotzdem: Dass sich auch so viele Studierende und eher Unerfahrene gemeinsam mit „alten Hasen“ im Bereich der Bildungsforschung an einen Tisch setzen konnten und für eine Sache kämpften – das hat mich begeistert.

Soweit mal meine Eindrücke zum allgemeinen Ablauf und unserer eigenen Session. Ich werde versuchen in den nächsten Tagen noch über die von mir besuchten Sessions zu berichten!

4 Kommentare zu “Educamp in Hamburg – Teil 1

  1. […] Forschungsinteressierten in mir angesprochen hat (Ein längerer Beitrag zur Session findet sich bei Tamara Bianco und Mandy Schiefner). Es war sehr interessant zu sehen, wie der Begriff „Bildungsforschung“ in […]

  2. […] gefallen hat. Die Doppelsession zur Bildungsforschung 2.0 (hier) von Mandy (hier), Silvia, Tamara (hier) Tobias und mir (hier) ist gut gelaufen. Es kam wohl positiv an, dass wir uns etwas ausführlicher […]

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