Wake-up Call: Was man alles so voraussetzt…

Wenn man täglich im Internet arbeitet, stöbert…ja irgendwie zum Teil auch lebt, dann vergisst man oft, dass nicht jeder so intensiv mit dem Medium arbeitet oder dass manche Sachen einfach nicht so selbstverständlich sind, wie man annimmt.

Gestern war der Auftakt für mein Seminar zum „KaffeePod“ und ich muss sagen, trotz des wirklichen kleinen Raumes („Ihre heutige Challenge: Pressen Sie 25 Leute auf gefühlte 15 qm“) und den üblichen Teilnehmer-/Wartelisten-Gerangel war es ein guter Start. Während meiner Vorstellung des Konzepts habe ich natürlich – stolz wie Oskar –  von der geplanten Kooperation mit iTunesU berichtet. Die Uni Augsburg wird ja mit Apple zusammenarbeiten und es ist geplant, interessante Inhalte aus Lehre und Forschung auch aus Augsburg über iTunesU zu distribuieren. Klar, dass da der KaffeePod auch mitmischt. Als ich eben so darüber im Seminar berichte, sehe ich in viele fragende Gesichter und ich musste mal eben selbst nachfragen: „Wer von euch kennt denn iTunesU?“ Überwiegend betretenes Schweigen. Auf meine Nachfrage, wer denn iTunes (ohne „U“) kennt, kam dann begeistertes Kopfnicken. AHA! In meiner Vorstellung war iTunesU natürlich schon wieder jedem, der irgendwie einen Fuß in die Uni setzt, bekannt. Kurzer Realitätscheck. So ist das wohl nicht.

Die Erkenntnis für mich ist jedenfalls, dass es wirklich sinnvoll ist, sich eine realistische Vorstellung von dem zu machen, was die Zielgruppe (z.B. bei einem Vortrag o.ä.) wirklich wissen kann oder ob das, was man so berichtet an dem Alltag derjenigen völlig vorbei geht. Ist ja auch nicht schlimm, wenn man was nicht weiß! Ich weiß so vieles nicht und kann ganz entspannt damit leben. Zum Beispiel habe ich nur wenig Ahnung von z.B. handwerklichen Sachen (wie Langzeitleser meines Blogs bestätigen können 😉 ) – bloß wenn das Ziel ist, für andere Inhalte verständlich aufzubereiten, ist es wichtig zu wissen, wo ich den Zuhörer oder Leser abholen muss. Haben wir wieder was gelernt..!

Kurzer Hinweis: Viele andere haben schon über iTunesU berichtet, z.B. hier, hier und hier.

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