Besuch in Brüssel

Von Sonntag bis Dienstag war ich in Brüssel, um an einem Treffen von Projektkoordinatoren teilzunehmen. Für alle, die es bislang noch nicht mitbekommen haben sollten: Seit dem letzten Jahr habe ich eine Stelle an der Uni, in der ich mich der Koordination eines EU-Projekts widme.

Da ich noch nie in Brüssel war, habe ich mich gefreut dorthin zu reisen und mal etwas in den „Apparat EU“ zu gucken. Die EU-Kommission hat eine Exekutivagentur mit der Betreuung von den Projekten beauftragt, weshalb ich die Kommission an sich beim täglichen Gang vom Hotel zur Metro in ihrer vollen Pracht nur von außen bewundern konnte. Die Tagung an sich fand in der Agentur statt (was nicht minder beeindruckend ist). Jedenfalls war es wirklich eine außergewöhnliche Erfahrung mit Leuten aus 18 Ländern in gefühlten 5 Sprachen gleichzeitig zu kommunizieren. Im Plenarsaal wurde zwar entweder auf Englisch oder Französisch gesprochen (es gab auch Simultanübersetzer in drei Sprachen) aber in den informellen Gesprächen in den Pausen oder beim Essen ging es sprachtechnisch recht heiß zur Sache. Da hab ich mich mit dem Griechen auf Englisch unterhalten, als ein Spanier und Italiener dazu stießen und wir dann munter auf Italienisch weiterredeten. Französisch konnte ich verstehen, hab dann in Deutsch oder Englisch geantwortet. Ganz schon fordernd für mein Sprachzentrum :-)! Hat aber alles wunderbar geklappt und es war interessant einen Einblick in die Vielzahl von europäischen Projekten zu erhalten, die es landauf landab so gibt. Neben dem Austausch ging es natürlich auch viel um Regeln und Bestimmungen. Damit wird bei der EU nicht gespaßt. Die Verwaltung der Projekte wird sehr genau genommen und die Handbücher und Merkblätter sowie die Excel-Tabellen folgen ganz klaren Bestimmungen. Gehört eben auch dazu!

Zu Brüssel an sich kann ich sagen, dass ich es als Tourist nicht unbedingt sehen müsste. Die Stadt ist unglaublich schlecht in Schuss – was ich von der Repräsentanz der EU so ehrlich gesagt nicht erwartet hätte. Schlaglöcher und Stolperfallen sind ausreichend vorhanden und der Sturm und Regen der letzten Tage hat leider auch nicht zum Flanieren eingeladen – abgesehen davon hätte ich auch gar keine Zeit gehabt. Ganz kurz konnte ich mir den „Grand Place“ anschauen. Nett, mehr auch nicht. Manneken Pis – das pinkelnde Wahrzeichen der Stadt – ich hätte es beinahe übersehen. Ich weiß ja nicht, wie groß ihr euch das Menschlein vorstellt, aber in wirklich ist es ca. 20 cm hoch. MINI!!

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