Bayern plant Änderungen im Hochschulgesetz

Heute hat mich eine Meldung überrascht, nachdem es in Bayern zu Änderungen im Hochschulgesetz kommen soll. Insgesamt soll somit der Hochschulstandort Bayern gestärkt werden und attraktiver gemacht werden. Klingt ja nicht schlecht.

Im Einzelnen sind folgende Änderungen geplant:

Statt wie bisher von jedem Studierenden 500 Euro Studienbeiträge pro Semester zu verlangen, sollen Familien mit zwei studierenden Kindern nur einmal pro Semester finanziell belastet werden. Familien mit drei oder mehreren Kindern sollen wie bisher komplett von den Studienbeiträgen befreit bleiben.

Zudem sollen mehr Studierende an die Hochschulen gelockt werden. Dafür ist vorgesehen, Personen, die einen Meistertitel tragen für das allgemeine Hochschulstudium (statt wie bisher fachgebunden) zuzulassen. Besonders qualifizierte Berufstätige, die eine Lehre und eine mindestens dreijährige Berufstätigkeit absolviert haben, sollen ebenfalls (fachgebunden) studieren dürfen – allerdings erst nach einen vorherigen Eignungsprüfung.

Uni-intern soll das Berufsverfahren für Professoren flexibler gestaltet werden. Bisher kann nur der Wissenschaftsminister berufen – jetzt soll eine Uni auf Antrag ein eigenes Berufungsrecht auf Probe erhalten. Das halte ich schon für sinnvoll, weil so können die bürokratischen und oft sehr langwierigen Berufungsverfahren zu Gunsten der Studierenden (und der Berufungskommissionen) hoffentlich verkürzt werden.

Na, jetzt schauen wir mal, was dabei rauskommt!

2 Kommentare zu “Bayern plant Änderungen im Hochschulgesetz

  1. Sandra sagt:

    Bin auch darüber gestolpert – klingt vielversprechend, gell?

    Liebe Grüße,

    Sandra

  2. taragramm sagt:

    Hallo Sandra!

    Ja, wenn die Änderungen so umgesetzt werden, dann bedeutet das – besonders im Hinblick auf die Studienbeiträge – schon eine Entlastung für Familien (bzw. Studierende – manche zahlen auch selbst)! Die Meister-Regelung halte ich nur dann sinnvoll, wenn bei diesen Personen wirklich ein großer Wille und Engagement fürs Studium erkennbar ist. Die Uni soll ja (genau wie bei anderen Bewerbern) nicht zum Zeitvertreib werden, nur weil keine anderen Perspektiven, die man eigentlich lieber machen würde, vorhanden sind. Und zu den Kommissionen kann ich mich nur wiederholen. Ich persönlich glaube, dass die Uni intern eigentlich besser weiß, welches Profil auf welche Stelle am Besten passt. Der Wissenschaftsminister muss sich ja ohnehin auf die Aussagen der Hochschule bei der Entscheidungsfindung stützen, insofern sollen sie es doch gleich selbst machen.

    Liebe Grüße,

    Tara

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