Dirndlstreit

Soeben habe ich einen Artikel über Marga Beckstein gelesen. Diese weigert sich Medienberichten zufolge beim Anstich des diesjährigen Oktoberfestes ein Dirndl zu tragen. Die traut sich was! Irgendwie mutet es seltsam an, dass die Tatsache allein schon für mediales Interesse sorgt. Vielleicht haben wir grad keine anderen Sorgen, ich weiß es nicht, mir würden da schon ein paar einfallen. Aber sei’s drum: Marga Beckstein soll doch anziehen, was sie will. Nicht, dass ich missverstanden werde: Ich find Dirndl nämlich wirklich toll – keine Frau sieht im Dirndl schlecht aus, dass ist sozusagen das universelle „fesch schaust aus“-Outfit. Aber nur weil die Dame mit dem „Landesvater“ verheiratet ist, hat sie sich doch nicht verpflichtet in Tracht zu erscheinen. Ohnehin scheint es mir ein neuer (oder alter – je nachdem) Trend zu sein, auf die Volksfeste wieder in traditioneller Kluft zu kommen. Sogar auf dem Volksfest in Augsburg wird es immer gängiger, dass man in der Lederhose oder im Dirndl erscheint – vor ein paar Jahren noch undenkbar. Klar, die Trachtengeschäfte und –abteilungen freut es und wenn ich könnte, würde ich mir gleich mal drei Stück anschaffen, aber jeder soll noch selbst entscheiden können, wann er was gerne anzieht. Man beachte bitte den letzten Absatz im oben verlinkten Artikel zur typischen „Landesmutter“ Bayerns: Von wegen Frau Beckstein hätte trotz drei Kindern Karriere gemacht und gearbeitet. Ich sag es ja, die traut sich was.

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