Popcorn

 

In letzter Zeit war ich mal wieder öfters im Kino. Dabei habe ich festgestellt, dass manchmal das Feuilleton und meine persönliche Meinung meilenweit auseinander gehen. Den Film „Keinohrhasen“ habe ich bereits vor Weihnachten gesehen – ich war begeistert. Endlich mal ein Film zum ausgiebig Lachen, Fremdschämen und einfach toll finden! Klar, Til Schweiger hat sich die Rolle auf den Leib geschrieben und dass er seinen Allerwertesten stolz den Kinozuschauern präsentiert ist auch typisch, aber: Kino soll Spaß machen und dieser Film macht eindeutig Spaß. Und dabei scheinen sich beide Geschlechter gleichermaßen zu amüsieren. Bisher habe ich jedenfalls noch keinen getroffen, der den Film nicht klasse fand.

Am Sonntag gab es dann die MEGA-Enttäuschung: „I am Legend“. Sowas Blödes hab ich im Kino schon lange nicht mehr erlebt. Der Film ist nichts weiter als ein (vermutlicherweise: teurer) Zombiefilm, der so dermaßen viele Logikfehler aufweist – unglaublich. Ungefähr zehn Mal wäre ich beinahe an einem Herzinfarkt gestorben, weil die Soundeffekte so willkürlich und extrem laut durch die Lautsprecher gepeitscht werden – grausam. Will Smith als völlig isolierter Wissenschaftler, der mit Schaufensterpuppen spricht. Er bekommt fast einen Nervenzusammenbruch, als seine Ration Speck (die er für schlechte Tage aufhebt – harhar) aufgegessen wird – gleichzeitig steht eine gut gefüllte Obstschale nett angerichtet in der Küche. Wo er die wohl her hat? Klar, die hat er neben der Jagd auf Zombies (, die wie große Golum-„Mein-Schatz“-Verschnitte wirken) mal eben von der nächsten Plantage in Manhatten gepflückt. Eindeutige Sache.

Also wenn ich noch jemand warnen kann: Spart euch den Film. Das ist ehrlich rausgeschmissenes Geld.

2 Kommentare zu “Popcorn

  1. „I Am Legend“ ist nicht der grandiose Wurd eines sehr logischen Films. Dies stimmt. Jedoch wenn man die ganze Logik wegdenkt, dann ist der Film gut und spannend. Denke, dass man sich darauf einlassen soll und dann taucht man ganz nett ein und erschrickt doch das eine oder andere Mal.
    Meine Meinung zu I am Legend

    „Keinohrhasen“ war ueberraschend positiv. Man konnte da wirklich herzlich mitlachen und hatte fuer die fiesen Sprueche von Nora Tschirner vollstes Verstaendnis.

  2. Der Film „I am Legend“ist ein Vergewaltigung der Buchvorlage. Das einzig richtig Gute ist die Darstellung der Einsamkeit und der Gratwanderung Nevilles am Rande des Wahnsinns und damit auch die schauspielerische Leistung von Will Smith, die ich recht überzeugend fand. Den ganzen Rest kann man tatsächlich vergessen.

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