Startschuss zur Online-Umfrage

April 29, 2008 at 2:09 (Linktipps, Masterarbeit, Uni & Co, Web 2.0) (, , , , )

Es ist soweit. Ab heute startet die Online-Umfrage für meine Masterarbeit zum Thema Knowledge Blogs. Angesprochen sind alle Blogger, die sich in ihrem Weblog auch mit wissenschaftlichen Themen (in welcher Form auch immer) beschäftigen. Das Ausfüllen des Fragebogens wird maximal zehn Minuten in Anspruch nehmen. Wer sich also angesprochen fühlt, der ist herzlich eingeladen, teilzunehmen. Hier geht es zur Umfrage:

http://bscw.uni-augsburg.de/survey/index.php?sid=56

Thematisch knüpft meine Arbeit an den Arbeitsbericht an, den ich mit Gabi Reinmann erstellt habe. Ich habe bereits hier darauf hingewiesen.

Gerne könnt ihr den Link an Freunde, Bekannte und Kollegen aus der Zielgruppe weitergeben - je mehr teilnehmen, umso besser!

Permalink 7 Kommentare

Podcast online

Januar 7, 2008 at 12:10 (Linktipps, Privat, Uni & Co) (, , , , , )

Ich habe ja schon ein paar Mal über mein Konstruktivismus-Seminar berichtet. Im Rahmen dieses Seminars hatten wir die Gelegenheit auch mal aus dem klassischen Seminarmuster auszubrechen: Neben der Präsentation eines Konstruktivisten (in unserem Fall Siegfried J. Schmidt) in Form eines Rollenspiels, war es u.a. Aufgabe einen Podcast zu machen. Das war für mein gesamtes 3er-Team auch eine neue Erfahrung. Da wir echt Spaß bei der Erstellung hatten und auch mit dem Ergebnis recht zufrieden sind, will ich euch das Ganze auch nicht vorenthalten. Auf der Seite “Podcasting im Bildungskontext” kann der Podcast (genau wie die der anderen Referatsgruppen) angehört werden. Viel Spaß!

Permalink Keine Kommentare

Uni ist toll…

Dezember 5, 2007 at 7:48 (Gedanken, Uni & Co) (, , )

Die Institution Universität ist ja immer für eine Überraschung gut. Damit sind nicht nur die bürokratischen Wege innerhalb des Verwaltungstraktes gemeint. Nein, auch „normale“ Studenten schaffen es nach über drei Jahren immer noch mich zu verwundern. Schlechte Referate und Seminare sind ja an sich keine Seltenheit. Klar, das kann auf die mangelnden Dozenten geschoben werden und die überfüllten Hörsäle per se. Für mich ist das aber kein haltbares Argument, gibt es doch immer wieder Dozenten, die es schaffen, spannende und interessante Veranstaltungen zu konzipieren. Der Studien- und Prüfungsordnung folgend, kann man sich allerdings nicht immer die Rosinen rauspicken. Halten wir kurz inne und überlegen: Was wird eigentlich von einem Studenten in einem „normalen“ Seminar verlangt? Eigentlich ist es seine Aufgabe, einen gewissen Teilbereich innerhalb eines abgegrenzten Gebietes näher zu betrachten. Das beinhaltet die Recherche zum Thema (die übrigens über die Literaturliste hinausgehen darf), die ansprechende Aufbereitung des Selbigen für die anderen Zuhörer und gelegentlich eine schriftliche oder sonst wie geartete Reflexion des Themas. Klar. Ist viel Arbeit. Bringt aber irgendwann auch einen Uni-Abschluss. Nun stelle man sich vor, man macht EXTRA eine separate Seminarstunde für die Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten und erklärt lang und breit, wie Literaturangaben richtig angegeben werden und nach zwei Wochen steht auf dem Handout: http://de.wikipedia.org/“. Da kann ich genauso angeben: „Bibliothek“. Da hört es eigentlich schon auf. Aber nein, tut es natürlich nicht. Wenn es zur Diskussion kommt und dann tatsächlich in Schriftgröße 32 auf der Power Point-Folie zu lesen ist: „Sollten Grippenplätze in Deutschland was kosten?“ , also dann hört es bei mir definitiv auf.

Permalink 2 Kommentare

Achtung: Vorurteil!

November 19, 2007 at 9:21 (Gedanken, Privat, Uni & Co) (, , , )

Dieses Semester belege ich an der VHB einen Kurs über die Medienwelten von Kindern und Jugendlichen. Das letzte Modul drehte sich dabei um Stereotypen und Vorurteile. Heute morgen bin ich mit der dort besprochenen Problematik mal wieder live und in Farbe konfrontiert worden. Beim eigentlich netten Smalltalk mit einer schätzungsweise Mittsechzigerin ging es zuerst um die Kälte, worauf wir zum Autofahren und dem mangelnden Willen Mancher sich Winterreifen zu besorgen kamen. Bis dahin – alles ganz harmlos. Dann kam die Dame zum Fahren im Kreisverkehr und dass es ja unglaublich sei, wie viele Leute die dort herrschenden Regeln nicht checken würden: „Besonders die Türken-Weiber“. Here we go… Meine Antwort: „Ja mei, was soll ich jetzt dazu sagen, ich bin selbst eine halbe Türkin“. Entsetztes Schweigen. Dann: „Ja, das macht ja nix. Meine Kinder sind auch mit Türken verheiratet“. Ja, klar…hmmm…macht dann natürlich Sinn… Sie plapperte dann munter über die pööösen Türken weiter (obwohl sie schon etwas irritiert schien). „Sowas kann doch nicht an der Nationalität festgemacht werden“, war mein Einwand dazu. Ich habe sie dann reden lassen, was soll ich denn dazu sagen? Wenn ihre eigenen Kinder es bisher wohl nicht geschafft haben sie von solchen Sprüchen abzubringen?

Die Grenze zwischen Vorurteil und Stereotyp ist fließend. Lippmann (1922:81) sagt, dass die Bildung von Stereotypen eine Strategie von Individuen ist, Komplexität in der wahrgenommenen Umwelt zu reduzieren und in einfachere Muster und Denkschemata einzuordnen.

„For the most part we do not first see and than define, we define first, and then see. In the great blooming, buzzing confusion of the outer world we pick out what our culture has already defined for us, and we tend to perceive that which we have picked out in the form stereotyped for us by culture.” (ebd.)

Ist der Horizont mancher Leute tatsächlich so beschränkt, dass sie nicht merken, was sie da eigentlich reden? Und vor allem: Wie soll ich auf so was reagieren? Reden lassen, oder in Verteidigungsposition gehen und kämpfen? Ich bin mir wirklich unschlüssig – grundsätzlich meine ich schon, dass man für seine Ideale und Werte einstehen muss – aber lohnt sich das auf so einer Ebene überhaupt?

Was ich mir an der Uni wünschen würde ist eine „Einführung in den Umgang mit Vorurteilen“. Klar, so wie in dem VHB-Kurs wird das theoretische Hintergrundwissen vermittelt, aber wie sieht es mit der Anwendungspraxis aus? Dadurch, dass mein Äußeres nicht sofort auf meine Herkunft schließen lässt und ich der deutschen Sprache mächtig bin, bekomme ich des Öfteren mit, wie Leute über Minderheiten ablästern. Ist das jetzt gut oder schlecht? Ich kann zumindest die Leute sofort konfrontieren – das Privileg hat die Mehrheit der Minderheit nicht. Aber die Kernfrage ist: Bringt es was?

Permalink 1 Kommentar

« Vorherige Einträge