Ich habe ja schon ein paar Mal über mein Konstruktivismus-Seminar berichtet. Im Rahmen dieses Seminars hatten wir die Gelegenheit auch mal aus dem klassischen Seminarmuster auszubrechen: Neben der Präsentation eines Konstruktivisten (in unserem Fall Siegfried J. Schmidt) in Form eines Rollenspiels, war es u.a. Aufgabe einen Podcast zu machen. Das war für mein gesamtes 3er-Team auch eine neue Erfahrung. Da wir echt Spaß bei der Erstellung hatten und auch mit dem Ergebnis recht zufrieden sind, will ich euch das Ganze auch nicht vorenthalten. Auf der Seite “Podcasting im Bildungskontext” kann der Podcast (genau wie die der anderen Referatsgruppen) angehört werden. Viel Spaß!
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Die Institution Universität ist ja immer für eine Überraschung gut. Damit sind nicht nur die bürokratischen Wege innerhalb des Verwaltungstraktes gemeint. Nein, auch „normale“ Studenten schaffen es nach über drei Jahren immer noch mich zu verwundern. Schlechte Referate und Seminare sind ja an sich keine Seltenheit. Klar, das kann auf die mangelnden Dozenten geschoben werden und die überfüllten Hörsäle per se. Für mich ist das aber kein haltbares Argument, gibt es doch immer wieder Dozenten, die es schaffen, spannende und interessante Veranstaltungen zu konzipieren. Der Studien- und Prüfungsordnung folgend, kann man sich allerdings nicht immer die Rosinen rauspicken. Halten wir kurz inne und überlegen: Was wird eigentlich von einem Studenten in einem „normalen“ Seminar verlangt? Eigentlich ist es seine Aufgabe, einen gewissen Teilbereich innerhalb eines abgegrenzten Gebietes näher zu betrachten. Das beinhaltet die Recherche zum Thema (die übrigens über die Literaturliste hinausgehen darf), die ansprechende Aufbereitung des Selbigen für die anderen Zuhörer und gelegentlich eine schriftliche oder sonst wie geartete Reflexion des Themas. Klar. Ist viel Arbeit. Bringt aber irgendwann auch einen Uni-Abschluss. Nun stelle man sich vor, man macht EXTRA eine separate Seminarstunde für die Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten und erklärt lang und breit, wie Literaturangaben richtig angegeben werden und nach zwei Wochen steht auf dem Handout: http://de.wikipedia.org/“. Da kann ich genauso angeben: „Bibliothek“. Da hört es eigentlich schon auf. Aber nein, tut es natürlich nicht. Wenn es zur Diskussion kommt und dann tatsächlich in Schriftgröße 32 auf der Power Point-Folie zu lesen ist: „Sollten Grippenplätze in Deutschland was kosten?“ , also dann hört es bei mir definitiv auf.
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