Die Umfrage zu meiner Masterarbeit läuft jetzt seit 1 1/2 Wochen und ich bin mit dem Rücklauf recht zufrieden. Bedenkt man, dass ich mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln nie Massen von Leuten im drei- oder gar vierstelligen Bereich erreichen kann, kann ich mit den rund 80 Teilnehmern sehr zufrieden sein. An dieser Stelle schon mal ein herzliches Dankeschön an alle, die auf meine Umfrage hingewiesen und/oder teilgenommen haben oder meine Emails registriert und befolgt haben.
Noch ist der Link aktiv, wer also noch teilnehmen möchte, hat jetzt noch die Gelegenheit dazu.
Am Freitag hatten wir nach einer Mitarbeitersitzung an der Uni die Gelegenheit im Doktorandenkolloquium (auch studentische Mitarbeiter waren bei dieser Sitzung willkommen) über den Umgang mit empirischen Daten zu diskutieren. Ganz zentral war dabei die Frage, was überhaupt unter einer “Studie” zu verstehen ist und welche Qualitätskriterien wir für eine empirische Arbeit zu Grunde legen. Ganz einig waren wir uns nicht - was bei den unterschiedlichen Teilnehmern, die unterschiedliche fachliche Hintergründe haben, nicht verwundert. Die Psychologen haben da doch unterschiedliche Sichtweisen auf das Thema als beispielsweise die Naturwissenschaftler…
Gerade für mich interessant war die Frage nach der “Zahl”. Die Zahl, zu der man z.B. Studierenden, die sich wie ich, gerade am Schreiben einer Arbeit befinden, raten soll: Wie viele Teilnehmer brauche ich für meinen empirischen Teil, damit mit den Daten was anzufangen ist? Keiner wollte sich zu einer konkreten Aussage hinreißen lassen. Ich persönlich denke, dass es letztendlich immer auf den Kontext der Arbeit und den prinzipiellen Zugang zur Zielgruppe ankommt. Für meine Bachelorarbeit musste ich mich auf eine sehr kleine Anzahl von Probanden stützen: Allerdings habe ich versucht, dass in der Arbeit auch immer wieder selbstkritisch einfließen zu lassen und habe auch nie von einer Übertragbarkeit auf alle gesprochen.
Es war jedenfalls eine rege Diskussion, die uns allen noch zusätzlich durch ein tolles Buffet versüßt wurde: Alex hatte am Morgen seine Disputation zur Dissertation erfolgreich bestanden und Sandra hatte als Geburtstagskind auch allen Grund zum Feiern.
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Es ist soweit. Ab heute startet die Online-Umfrage für meine Masterarbeit zum Thema Knowledge Blogs. Angesprochen sind alle Blogger, die sich in ihrem Weblog auch mit wissenschaftlichen Themen (in welcher Form auch immer) beschäftigen. Das Ausfüllen des Fragebogens wird maximal zehn Minuten in Anspruch nehmen. Wer sich also angesprochen fühlt, der ist herzlich eingeladen, teilzunehmen. Hier geht es zur Umfrage:
http://bscw.uni-augsburg.de/survey/index.php?sid=56
Thematisch knüpft meine Arbeit an den Arbeitsbericht an, den ich mit Gabi Reinmann erstellt habe. Ich habe bereits hier darauf hingewiesen.
Gerne könnt ihr den Link an Freunde, Bekannte und Kollegen aus der Zielgruppe weitergeben - je mehr teilnehmen, umso besser!
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…hab ich mir gesagt und kurzerhand mein eigentliches Vorhaben für den empirischen Teil meiner Arbeit geändert. Man muss heutzutage ja flexibel und für jede Lebenslage gewappnet sein. Na ja, zumindest kann man es sich vornehmen!
Ein geeignetes Unternehmen für das Bloggen im Rahmen meiner Untersuchung zu finden ist wirklich nicht so einfach. Leute, die prinzipiell bereit gewesen wären, wollten das eher wie einen Corporate Blog aufziehen - das ist zwar auch interessant, aber nicht das, was ich für meine Masterarbeit will. Jetzt hab ich mich einfach von meinem universitären Umfeld inspirieren lassen und werde (nachdem ich immer mehr tolle “Wissenschaftsblogs” finde) Wissenschaftler in den Fokus meiner Untersuchungen stellen. Inwieweit ich dabei den Begriff des Wissenschaftlers definiere, weiß ich noch nicht so genau. Da muss ich mir noch Gedanken machen. Auf jeden Fall hat mir diese Entscheidung (die ich schon vor ein paar Wochen gefällt habe) geholfen am Theorieteil der Arbeit zu schreiben.
Dieses Wochenende ist aber erst einmal Pause angesagt. Sandra und ich werden nach Berlin reisen, um dort für ihr Promotionsprojekt Schüler zu befragen. Wir haben bereits im Herbst den ersten Durchlauf gemacht und ich bin gespannt, wie sich die Schüler seitdem entwickelt haben.
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Bei der intensiven Auseinandersetzung mit Weblogs im Kontext Web 2.0 kommt man nicht umhin sich auch mit anderen Formen der Social Software zu beschäftigen. Ich gebe zu, ich bin kein exzessiver Nutzer von Wikis (…na ja, vielleicht als Rezipient, nicht als Produzent), aber diese Grafik zeigt, welchen Vorteil ein Wiki gegenüber Email bieten kann.
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In Berlin findet derzeit die re:publica, eine Konferenz rund um das Thema Web 2.0, Blogging und Soziale Netzwerke statt. Die Crème de la Crème der Blogosphäre scheint versammelt (was man an den neuen Beiträgen in meinem RSS-Feed ablesen kann) und noch scheint sich kein endgültiges Urteil über Qualität und Sinn der Vorträge und Workshops abzuzeichnen. Einen ausführlichen Bericht über die Keynote von Viktor Mayer-Schönberger hat Marc Scheloske in seinem Blog verfasst. Er stellt dabei anschaulich dar, wie die sozialisierte Form des Vergessens durch das Internet und dessen massenhafte Datenspeicherung torpediert wird. Ich denke, der Ottonormal-User hat keine konkreten Vorstellungen davon, WAS mit seinen Daten geschieht und WIE LANGE sie tatsächlich gespeichert werden. Insofern ist der Beitrag ein guter Denkanstoß.
Ganz nett gemacht ist ein Wiki über die re:publica 08. Auch elementare Dinge, wie die Verpflegung werden da hinreichend erklärt.
Dass der Hype ums Web 2.0 mittlerweile auch bei „seriösen“ Medien angekommen ist, beweist dieses Chatprotokoll von tagesschau.de. Robert Basic von www.basicthinking.de/blog hat sich im Rahmen der Konferenz für ein Interview durch User zur Verfügung gestellt. Lesenswert und ausführlich. Die aufgeworfene Frage eines Chatters, ob denn der Bildblog überhaupt ein Blog sei, da die Kommentar-Funktion fehle, finde ich interessant. Denn eigentlich sehe ich die Möglichkeit zum Austausch über Trackback, Kommentare etc. schon auch als entscheidendes Merkmal eines Blogs an. Natürlich kann man seinen Blog „lediglich“ als persönliches Tagebuch nutzen, aber warum schreibt man es dann nicht klassisch in ein bunt bedrucktes Heftchen? Klar, weil man sich über eine gewisse Form von Feedback freut. Vielleicht ist das bei dem Bildblog nicht so? Man weiß es nicht…
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Ich bin eine Frau und ich blogge. Soweit nichts neues. Bei jetzt.de ist ein Interview mit Jan Schmidt erschienen, das genau diesen Sachverhalt untersucht: Wird das Internet jetzt weiblich? Diese Frage kann ich zwar leider nicht beantworten, kann aber versichern, dass mein Geschlecht keinen direkten Zusammenhang mit der Aufnahme dieses Blogs hatte. Es zeigt sich in Studien, dass Frauen das Medium Weblog eher als Tagebuch benutzen, während Fachblogs überwiegend von Männern betrieben werden. Insgesamt hält sich die Geschlechterverteilung bei den Bloggern allerdings die Waage. Daraus schließe ich, dass Frauen einfach nicht so gut im Selbstmarketing sind! Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass weibliche Blogger weniger interessante Dinge zu sagen haben.
Schmidt selbst hat in seinem Blog einen Preprint zu einem Aufsatz zu Geschlechterunterschieden in der deutschen Blogosphäre veröffentlicht. Den Link zur PDF gibt es hier.
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So langsam aber sicher bekomme ich eine Art Routine in mein “Projekt Masterarbeit”. Eigentlich bin ich ein guter Selbstmotivator, aber gerade in der Anfangsphase finde ich es schwierig am Ende des Tages zu sagen: Heut war ich aber produktiv. Meine Tätigkeit besteht derzeit aus ganz viel lesen und exzerpieren. Ist total wichtig, ich weiß, aber wenn man eben immer noch vor dem leeren Blatt Papier sitzt, kann man schon manchmal den Eindruck bekommen, man hätte zu wenig gemacht. Die Recherche und das Lesen sind grundlegend, denn in meinem Kopf muss sich erst ein klares Konzept bilden – vorher kann ich nicht richtig schreiben. Jeder hat da ja so seine eigene Technik: Einige reihen erst einmal Zitate aneinander und bauen ihren Text dann darum. Ich lese erst die Literatur, die ich als grundlegend erachte und markiere interessante oder wichtige Stellen. Nachdem ich meine eigenen Worte zu Papier gebracht habe, versuche ich meine Aussagen durch die Literatur zu belegen. Letztendlich ist es wohl egal, wie man es macht, die Hauptsache ist, das System funktioniert.
Das Problem mit dem Schreiben hängt derzeit auch mit dem empirischen Teil zusammen: Da ich immer noch auf er Suche nach einem geeigneten Unternehmen bin, will ich nicht so recht starten. Der geplante Versuchsaufbau ist total spannend und ich bin überzeugt davon, dass jedes Unternehmen einen Nutzen davon hätte: Die Schwierigkeit ist, als Externe an Unternehmen heranzutreten und ihnen mein Vorhaben schmackhaft zu machen. Ich will herausfinden, ob sich das Führen eines Knowledge Blogs als Werkzeug für das persönliche Wissensmanagement eignet. Das Ganze soll außerdem unter einer psychologischen Perspektive angepackt werden: Befriedigen Weblogs die menschlichen Grundbedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz und sozialer Eingebundenheit?
Hier das “Anforderungsprofil” an das Unternehmen:
-         Internetaffinität von Vorteil
-         Erfahrungen mit Bloggen erwünscht, aber nicht unbedingt notwendig
-         Mitarbeiter, die wissensintensive Tätigkeiten ausführen
-Â Â Â Â Â Â Â Â Â Leute, die Lust aufs Bloggen haben
-         Branche: eigentlich egal, toll wäre ein gewisser Medienbezug
-    Es müssen nicht 500 Mitarbeiter sein, 10 wären auch schon wunderbarÂ
Â
Falls jetzt jemand spontan denkt, dass er in genau so einer Firma arbeitet oder genau so eine Firma kennt: BITTE MELDE DICH!
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Für die Leute, die mit mir studieren, ist das schon ein alter Hut, aber aus aktuellem Anlass will ich an dieser Stelle mal auf das CMap-Tool der IHMC hinweisen. Concept Maps, oder eben „CMaps“ sind ähnlich wie Mind Maps, grafische Wegweiser durch den Gedankendschungel. Begriffe werden miteinander in Verbindung gesetzt und man kann leichter Zusammenhänge zwischen Konzepten, Begriffen und Thesen erkennen. Für die Überlegungen zu meiner Masterarbeit habe ich mich seit längerem wieder einmal dieses Werkzeugs bedient und es hat mir geholfen, meine wirren Gedankengänge zumindest ein bisschen zu sortieren. Die Erstellung von Cmaps kann über Präsentationssoftware wie PowerPoint gemacht werden – einfacher geht es jedoch mit dem downloadbaren Cmap-Tools der IHMC. Es ist zwar eine Registrierung erforderlich, aber für den nicht-kommerziellen Gebrauch ist die Nutzung entgeltfrei.
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Nachdem ich langsam aber sicher im neuen Zuhause angekommen bin, habe ich wieder einen freien Kopf um mir Gedanken über meine Masterarbeit zu machen. Sicher bin ich mir, dass ich im Kontext Knowledge Blogs schreiben will – die Idee gab es schon vor dem Arbeitsbericht, aber die Arbeit daran hat mich nur noch mal in meiner Entscheidung bekräftigt. Derzeit plagt mich jedoch das Problem des empirischen Teils. Woran will ich diese theoretischen Überlegungen überprüfen? Natürlich ist mir bewusst, dass der untersuchte Bereich ohnehin sehr klein und nicht repräsentativ sein wird, aber trotzdem will ich mein Herzblut, meine Zeit und meine Energie in etwas (für mich) spannendes und interessantes einbringen. Und da etwas zu finden ist gar nicht so einfach. Wenn ich die freie Wahl hätte, wüsste ich schon, was ich wollte: Ein kleineres Unternehmen oder eine Abteilung in der freien Wirtschaft, die in Weblogs ihre tägliche Arbeit reflektiert. Hier gibt es nur ein paar kleine Probleme: Wie soll ich Leute finden, die dazu bereit sind? Und außerdem gibt es hier auch die Schwierigkeit der Geheimhaltung: Wenn es sich um offene, für jeden zugängliche Blogs handelt, so werden sicherlich einige Problembereiche keinen Einzug in die Einträge finden – Kunden und Chefs wären ansonsten wohl wenig begeistert. Ideal wäre ein Unternehmen, die ohnehin schon mit dem Prinzip des Bloggens vertraut ist, somit weniger Anlaufschwierigkeiten zu befürchten wären. Aber was ist schon ideal? Irgendwie warte ich noch auf die zündende Idee. Vielleicht hat ja jemand da draußen einen heißen Tipp für mich?
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