Ja ja…
… das ist schon eine peinliche Sache: Die Stadt Augsburg hat beschlossen, einen Blogger abzumahnen, der sich die Domain augsburgr.de gesichert hat. Der kostspielige Brief vom Anwalt (Forderung: 18oo Euro) kam allerdings nicht, nachdem sich der 25-Jährige auf seinem Blog in sträflicher Weise über seine Heimatstadt geäußert hatte. Nein. Hier in Augsburg ist man immer einen Schritt voraus. Aufgrund einer Anfrage des Bloggers, der (in weiser Voraussicht) bei der Stadt Augsburg angefragt hatte, ob es denn i.O. gehe, wenn er die Domain verwende, kam gleich mal ein Schreiben mit der Abmahnung ins Haus geflattert. Gratulation Augsburg! Unserem Ruf, die grantigste Stadt Deutschlands zu sein, werden wir damit jedenfalls mehr als gerecht. Nicht nur, dass wir über die Stadtgrenzen für so genannte Döner-Verbote und sonstigen Irrsinn bekannt sind, nein, jetzt dürfen wir uns auch noch in der Blogosphäre vorführen lassen. Herzlichen Glückwunsch. Hier wohnt man gern! Für alle Liebhaber: Im Provinzblog wurde auch schon berichtet.
GMW09: Last but not least…
… möchte ich neben allen anderen, die das bereits in reflektierter, unterhaltsamer und gewohnt ausführlicher Art gemacht haben, ein kurzes Resümee über die GMW09 ziehen.
Für mich war es die erste GMW-Tagung – viele andere hatten mir schon über den Charakter eines Klassentreffens berichtet, in der sich die Community jährlich trifft. Diesen Eindruck kann ich von meiner Seite nur bestätigen. Man kennt sich auf der GMW – oder man lernt sich kennen. Ich fand es schön, dass ich z.B. Joachim Wedekind und Christian Spannagel, die ich während dem Schreiben meiner Masterarbeit virtuell kennengelernt hatte, auch mal persönlich treffen konnte.
Mein persönliches Highlight war natürlich der Vortrag zum KaffeePod: Der Raum war sehr gut besucht und auch die Nachfragen, Diskussionen und Kommentare am Ende zeugten von Interesse an dem Projekt. Als ich nach der Session dann erfuhr, dass wohl im Vortrag so etwas wie „KaffeePod scheint eine gute Sache zu sein“ über Twitter lief, hab ich auch diesem Medium ein bisschen mehr Sympathie zukommen lassen können.
(Insgesamt bestimmte auch Twitter die GMW. Tatsächlich haben wohl nur wenige sehr viel getwittert, aber die Diskussion wurde dadurch auf jeden Fall am Laufen gehalten.) Die komplette Session widmete sich audiovisuellen Medien in der Lehre und Gabis Vortrag, der bald nach uns kam sorgte für Furore im Saal. Gut, dass mein Sitzplatz bereits gesichert war, sonst wäre es knapp geworden.
Die beste Keynote hielt m.E. Wolfgang Coy, der trotz anfänglicher technischer Schwierigkeiten (, die er mit einem Augenzwinkern kommentierte) einen gut aufbereiteten Vortrag zu Wikipedia und die historische Entwicklung dorthin hielt.
Das imb Augsburg bekam dann am Mittwoch den Publikumspreis des Medida-Prix verliehen. Der Festakt fand im Botanischen Garten in Berlin statt. Eine sehr schöne Location für die Verleihung, die von einer, ja, man kann sagen, extrem unterhaltsamen Andrea Thilo moderiert wurde. Da wurde vor lauter Aufregung schon die ein oder andere Krawatte noch auf dem Weg zur Bühne gebunden oder eine Laudatio vergessen. Der Ausklang war bestimmt von regen Diskussionen über die Entscheidungen zu den Gewinnern aus Bremen und Zürich, die sich mit ihren Projekten das Preisgeld von 100.000 Euro (gestiftet vom BMBF) teilen.
Fazit: Gute Stimmung, gute Organisation und interessante Sessions. Ich bin zufrieden.
GMW09 – Vortragsfolien
Ein kurzer Beitrag direkt von der GMW09, wo wir gestern unser Konzept zum KaffeePod vorstellen konnten. Um einen Einblick in unseren Vortrag zu geben, hier schon mal vorab die Folien. Der Beitrag ist bereits in gedruckter Form im Tagungsband enthalten, wird aber nächste Woche auch online zugänglich sein. Dann kann der Interessierte sich tiefer in unsere Ideen einlesen.
www.kaffeepod.de
Die Website zum Projekt KaffeePod ist fertig. Pünktlich zur GMW09 wurde die Seite gelauncht, und die beiden ersten Podcasts stehen bereits zum Anhören und Download zur Verfügung.
Wir haben uns entschieden zum Start gleich zwei Folgen online zu stellen. Zum einen möchten wir damit dem Durst nach dem KaffeePod, der uns in der letzten Zeit verstärkt aufgefallen ist, stillen. Zum anderen zeigt sich so schnell die Verschiedenheit der einzelnen Folgen. Aus früheren Erfahrungen mit Hörspielprojekten haben wir mitgenommen, dass man in Sachen Nachhaltigkeit und Kontinuität an der Universität oftmals an seine Grenzen stößt, wenn man Projekte sehr stark an bestimmte Personen knüpft. Mögen diese noch so sehr mit Herzblut an dem Vorhaben arbeiten – die natürliche Entwicklung ist einfach, dass Studierende irgendwann die Universität verlassen und neue Wege (und neue Projekte) gehen. Insofern war es erklärtes Ziel zwar Konstanten (z.B. in Form des zentralen Ortes, der Cafeteria) einzusetzen, aber von Beginn an Strukturen zu schaffen, die eine längerfristige Auslegung des Konzepts ermöglichen.
Die beiden Folgen zeigen, dass zwei unterschiedliche Gruppen im großen Kontext des universitären Lebens sehr verschiedene Wege gehen können. Ein KaffeePod zeigt auf, welche Möglichkeiten für Studierende mit Kind bestehen. Dabei werden sehr anschaulich die unterschiedlichen Etappen von Schwangerschaft über Kinderkrippe bis zum Kindergarten aufgezeigt. Die zweite Gruppe hat sich mit dem Thema „Lernen und Lehren“ auseinandergesetzt. Besonders im Hinblick auf die Erstsemester, die in den nächsten Wochen die Uni das erste Mal erstürmen, halte ich das für eine wichtige zusätzliche Informationsquelle um wichtige Fragen über Veranstaltungen, Prüfungen etc. zu klären.
Zusätzlich haben wir gestern die Nachricht erhalten, dass der KaffeePod für ausländische Studierende (eine Erweiterung der Ursprungsidee mit einem mehrsprachigen KaffeePod) beim Wettbewerb Generation-D in die nächste Runde gekommen ist und sich nun zu den 20 Finalisten zählen darf.
Ich bin ehrlich begeistert über den Zuspruch und die Offenheit, die der KaffeePod erfährt! Wie bereits geschrieben, geht es uns darum nachhaltige Strukturen zu schaffen. Bislang sieht es so aus, als würde uns das sehr gut gelingen. Trotz aller Euphorie versuchen wir natürlich auch ein selbstkritisches Auge auf uns zu werfen, so dass auch eine kontinuierliche Verbesserung der Ausgangsidee stattfindet.Wir sind deshalb gespannt auf die Diskussion zu unserem Vortrag am Dienstag.
Zu früh gefreut…
Es ist mittlerweile zu einem interessanten Phänomen geworden: Anfang des Jahres habe ich über den Pfosten berichtet, der in regelmäßigen Abständen vor meinem Haus umgefahren wird. Seit dem ist das Erste, was neue Besucher in meiner Wohnung machen, zum Fenster zu eilen und zu fragen: „Wo ist denn nun der Pfosten?“ Ich schließe daraus, dass alle brav mein Weblog lesen… sehr löblich
Da das Thema die Gemüter ja anscheinend bewegt, will ich ein kurzes Update zum Stand des Pfostens geben. Leider ist dieser derzeit nicht sehr gut. Gerade heute Morgen hatte ich schon beinahe „Juhu!“ gerufen: Beim Blick aus dem Fenster war mein Pfosten weg! Auf den zweiten Blick wurde mir das klar, dass ein mitdenkender Mensch nur eine, den Pfosten überragende Tanne, aufgestellt hat. „Clever!!!“, dachte ich mir, so kann wirklich NIEMAND mehr den Pfosten anfahren, da das Bäumchen definitiv im Rückspiegel zu sehen sein muss. Weit gefehlt. Kaum zwei Stunden später, erneuter Blick aus dem Fenster:

Da fehlen selbst mir die Worte…
Mediengespräche 2009
Gestern fanden im Rathaus die diesjährigen Augsburger Mediengespräche statt. Die Gesprächsrunde stand unter dem Motto „Computerspiele und Gewalt – Helfen Verbote weiter?„. Bereits im Vorfeld hatte ich zahlreiche Leute gesprochen, die genervt die Augen verdrehten, weil sie das Thema „nicht mehr hören können“. Gerade deshalb hat es mich interessiert. Diskutiert haben Wolfgang Bergman (Erziehungswissenschaftler und in der Runde wohl als Therapeut geladen), Christine Haderthauer (, die nicht anders konnte, als Teile des CSU-Wahlprogramms einfließen zu lassen), Ulrike Kriener („Schauspielerin und Mutter“ – so steht es jedenfalls im Programmheft), Prof. Helmut Lukesch (Uni Regensburg), Prof. Jörg Müller-Lietzkow (Uni Paderborn) und Verena Weigand (BLM – Vertreterin des Jugendschutzes). Moderiert wurde von Thomas Kausch, einem TV-Moderator.
Natürlich wurde schnell die Schuldfrage laut. Da schiebt der eine die Schuld auf die Politik, der andere nimmt die Eltern in die Verantwortung und der nächste prangert die Industrie an. Argumentiert wurde teils mythenhaft mit Legenden über Versuche, wie die USK förmlich von der Spieleindustrie manipuliert würde, um eine Altersfreigabe zu erhalten (Ministerin Haderthauer bei einem ihrer Versuche klar zu stellen, wo sie in letzter Zeit überall falsch zitiert wurde). Prof. Müller-Lietzkow war in der Runde der „Underdog“ und bei derartigen Aussagen konnte er kaum an sich halten. Seine Argumente waren nachvollziehbar und meines Erachtens durchaus sachlich begründet, da er aber eben nicht GEGEN Spiele ist, war seine Stellung in der Runde natürlich schwierig.
Man muss sich das natürlich vor dem Hintergrund der Erwartungen und des Publikums anschauen. Besorgte Eltern, Anhänger der Piratenpartei, und jede Menge Politprominenz. Da tut sich der ein oder andere schwer, zu sagen, dass Computerspiele nicht immer verteufelt werden sollten. Ulrike Kriener hat mich ein bisschen enttäuscht. Vielleicht lag es an ihrer angekündigten Rolle, aber außer dem Vorschlag, alle Eltern sollen doch mit ihren Kindern (so wie sie und ihr Mann das machen würden) zum Bergsteigen gehen, halte ich für wenig lebensnah. Nichts gegen sportliche Aktivität, aber irgendwann sind eben Peer-Groups und andere Interessen spannender als elterliche Ausflüge. In die selbe Kerbe schlug auch Wolfgang Bergmann, der aus der Bibel zitiert und „Kindern können gar nicht anders, als ihre Eltern zu lieben“. Schön und gut…aber was hat das mit Gewaltspielen zu tun? Prof. Lukesch hat eine sehr regide Meinung zu dem Thema: Spielehersteller, die sich mit Gewaltspielen bereichern müssten moralisch mehr geächtet werden. Durch seine langjährige Arbeit kann er massenhaft Wirkungsstudien zu Gewaltspielen vorlegen. Prof. Müller-Lietzkow kündigte als Pendant dazu übrigens an, bald Ergebnisse einer derzeit laufenden inhaltsanalytischen Studie zu Gewaltspielen vorweisen zu können.
Was mir total gefehlt hat, war die Sicht eines Jugendlichen oder eines Spielers. Mir ist natürlich bewusst, dass die Mediengespräche sich mit hochkarätigen Sprechern rühmen wollen. Aber man kann doch nicht ohne direkt Beteiligte diskutieren. Prof. Lukesch und Prof. Müller-Lietzkow gaben an zumindest selbst die meisten Spiele, über die hier diskutiert wird, zu spielen. Wie sieht es mit Frau Haderthauer oder Frau Kriener aus? Warum kann man sich nicht mit seinem Kind vor den Computer setzen und sich mal zeigen lassen, was es da eigentlich spielt? Nur dann kann man doch eine Einschätzung geben, oder?
Lösungs- bzw. Verbesserungsvorschläge gab es vereinzelt: So wurde über eine Positivkennzeichnung für Spiele nachgedacht (die ich durchaus für sinnvoll halte) – also nicht nur zu sagen, was verboten ist, sondern auch, was für wen den gut geeignet ist. Das Fach Medienkompetenz in der Lehrerausbildung und im schulischen Curriculum stärker zu verankern wurde ebenso gefordert (und von anderen sofort abgeschmettert).
Mein Fazit: Unbefriedigend. Die Zeit war viel zu knapp bemessen, einige Redner konnten großen Sach- und Fachwissen aufweisen, wurden aber kaum zu Wort gelassen. Interessant war es allemal, aber viel schlauer ist das Publikum jedenfalls nicht nach Hause gegangen.
Design-Wettbewerb für das Alumni-Netzwerk
Mein alter Studiengang Medien und Kommunikation soll ein Alumni-Netzwerk bekommen. Da ich davon ja auch profitiere, will ich an dieser Stelle auf einen Wettbewerb hinweisen, der im Rahmen der Netzwerk-Erstellung läuft: Die Homepage des Netzwerks soll natürlich schick werden und dafür werden jetzt kreative Köpfe gesucht, die Lust haben den Webauftritt zu gestalten. Der Gewinn kann sich auch sehen lassen: Der erste Platz erhält ein Preisgeld von 300 Euro, Zweit- und Drittplatzierte jeweils 100 Euro. Wer also gerade Kapazitäten und Lust hat, der sollte mitmachen. Genauere Infos mit allen Angaben zu CI und CD gibt es hier.
KaffeePod – Schüler an der Uni
Gestern war es soweit. Der Schülerzeitungsredakteurstag (schreckliches Wort!) fand an der Uni statt. Im Rahmen des KaffeePod-Projekts, von dem ich ja schon hier und hier berichtet habe, und des Wissenschaftsjahres wurden Redakteure von Schülerzeitungen aus der Region eingeladen, an der Uni Augsburg kleine Podcasts zu produzieren. Nachdem die Schüler von uns am imb begrüßt wurden, bekamen sie jeweils einen Studierenden aus meinem Seminar zum KaffeePod an die Hand und wurden in die verschiedenen Fakultäten geschickt. Leider war die Resonanz auf die Ausschreibung für die Redakteure wohl aufgrund von Abiturzeit oder anderen Gründen relativ zurückhaltend, weshalb wir insgesamt nur auf sieben Schüler kamen (20 wären maximal möglich gewesen). Das ist zwar schade, hatte aber den entscheidenden Vorteil, dass wir quasi Exklusivbetreuung anbieten konnten. Die jeweiligen Schüler hatten dann auch jeweils einen persönlichen studentischen Mentor und konnten sich so sehr intensiv mit den Gesprächspartnern an der Uni auseinandersetzen. Die Resonanz am Redakteurstag teilzunehmen, kam von Seiten der Fakultäten zwar teilweise relativ spät, dann aber mit umso mehr Engagement. Nach den ersten Erkundungen am vormittag und den Gesprächen mit den Dozierenden gab es für die Schüler erst einmal eine wohlverdiente Mittagspause nach der sie wieder voll gefordert waren. Das Audiomaterial, das zuvor gesammelt wurde musste gesichtet, sortiert und geschnitten werden. Damit das Ganze einen Podcast gibt, waren die Schüler in Kleingruppen aufgefordert passende Texte zu schreiben und diesen dann einzusprechen. Herausgekommen sind kleine vertonte Geschichten (natürlich mit O-Tönen der Gesprächspartner), die ihren Tag an der Uni beschreiben und die die Schüler natürlich auch mit nach Hause nehmen durften.
Wie das meistens ist, wenn man etwas zum ersten Mal macht: An einigen organisatorischen Sachen kann man auf jeden Fall noch feilen. Im Großen und Ganzen haben aber alle Beteiligten gesagt, dass sie es einen schönen und spannenden Tag fanden und die Schüler waren auch sehr eifrig zu wissen, ob es denn eine Wiederholung solch einer Veranstaltung geben wird.
Studie: Akzeptanz der Studienbeiträge an der Uni Augsburg
Bin gerade auf einen Artikel in unserer Heimatzeitung gestoßen, die investigativen Journalismus betrieben hat und mal nachgefragt hat, wie es eigentlich mit den Ergebnissen der Online-Umfrage unter Studierenden zu den Studienbeiträgen aussieht. Die Umfrage wurde bereits vor einem Jahr durchgeführt, die Ergebnisse aber wohl in der Schublade versenkt.
Kein Wunder: Laut dem Bericht spricht sich die Mehrzahl der Befragten (73 Prozent) gegen die Gebühren aus, wobei das größte revolutionäre Potenzial bei den Studierenden der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät anzutreffen ist.
Die Wiwis sehen es wohl gelassener, dort ist nur gut die Hälfte komplett gegen Studienbeiträge.
Der maximale Betrag, der akzeptiert würde liegt bei 350 Euro. Es macht den Anschein, dass es weiterhin an Transparenz über die Verwendung der Beträge mangelt. Konkrete Verbesserungen werden leider nicht von allen wahrgenommen.
Den ganzen Artikel (leider ohne die komplette Studie!!) gibt es hier.
Update (20.05.09): Hier habe ich doch noch eine Pressemitteilung der Uni gefunden.
Wake-up Call: Was man alles so voraussetzt…
Wenn man täglich im Internet arbeitet, stöbert…ja irgendwie zum Teil auch lebt, dann vergisst man oft, dass nicht jeder so intensiv mit dem Medium arbeitet oder dass manche Sachen einfach nicht so selbstverständlich sind, wie man annimmt.
Gestern war der Auftakt für mein Seminar zum „KaffeePod“ und ich muss sagen, trotz des wirklichen kleinen Raumes („Ihre heutige Challenge: Pressen Sie 25 Leute auf gefühlte 15 qm“) und den üblichen Teilnehmer-/Wartelisten-Gerangel war es ein guter Start. Während meiner Vorstellung des Konzepts habe ich natürlich – stolz wie Oskar - von der geplanten Kooperation mit iTunesU berichtet. Die Uni Augsburg wird ja mit Apple zusammenarbeiten und es ist geplant, interessante Inhalte aus Lehre und Forschung auch aus Augsburg über iTunesU zu distribuieren. Klar, dass da der KaffeePod auch mitmischt. Als ich eben so darüber im Seminar berichte, sehe ich in viele fragende Gesichter und ich musste mal eben selbst nachfragen: „Wer von euch kennt denn iTunesU?“ Überwiegend betretenes Schweigen. Auf meine Nachfrage, wer denn iTunes (ohne „U“) kennt, kam dann begeistertes Kopfnicken. AHA! In meiner Vorstellung war iTunesU natürlich schon wieder jedem, der irgendwie einen Fuß in die Uni setzt, bekannt. Kurzer Realitätscheck. So ist das wohl nicht.
Die Erkenntnis für mich ist jedenfalls, dass es wirklich sinnvoll ist, sich eine realistische Vorstellung von dem zu machen, was die Zielgruppe (z.B. bei einem Vortrag o.ä.) wirklich wissen kann oder ob das, was man so berichtet an dem Alltag derjenigen völlig vorbei geht. Ist ja auch nicht schlimm, wenn man was nicht weiß! Ich weiß so vieles nicht und kann ganz entspannt damit leben. Zum Beispiel habe ich nur wenig Ahnung von z.B. handwerklichen Sachen (wie Langzeitleser meines Blogs bestätigen können
) – bloß wenn das Ziel ist, für andere Inhalte verständlich aufzubereiten, ist es wichtig zu wissen, wo ich den Zuhörer oder Leser abholen muss. Haben wir wieder was gelernt..!
Kurzer Hinweis: Viele andere haben schon über iTunesU berichtet, z.B. hier, hier und hier.

