Startschuss zur Online-Umfrage

Es ist soweit. Ab heute startet die Online-Umfrage für meine Masterarbeit zum Thema Knowledge Blogs. Angesprochen sind alle Blogger, die sich in ihrem Weblog auch mit wissenschaftlichen Themen (in welcher Form auch immer) beschäftigen. Das Ausfüllen des Fragebogens wird maximal zehn Minuten in Anspruch nehmen. Wer sich also angesprochen fühlt, der ist herzlich eingeladen, teilzunehmen. Hier geht es zur Umfrage:

http://bscw.uni-augsburg.de/survey/index.php?sid=56

Thematisch knüpft meine Arbeit an den Arbeitsbericht an, den ich mit Gabi Reinmann erstellt habe. Ich habe bereits hier darauf hingewiesen.

Gerne könnt ihr den Link an Freunde, Bekannte und Kollegen aus der Zielgruppe weitergeben - je mehr teilnehmen, umso besser!

Darf ich vorstellen: Ms. Dewey

Das Argument, das Internet wäre zu unpersönlich und überhaupt der Computer wäre ja als Interaktionspartner gähnend langweilig wurde auf dieser Seite witzig in Frage gestellt. Eine junge Dame bietet dem User jedenfalls Antworten zu so mancher Frage des Lebens. Wirklich amüsant gemacht! Jede Frage, die von mir gestellt wurde, wurde zumindest annähernd passend beantwortet. Sachen gibt’s… ;-)

Zwischenruf: Heute schon rosa geschmeckt?

„Diese Tasse ist blau und schmeckt nach Salz und Fisch.“ So oder so ähnlich stelle ich mir die Empfindungen eines „Synästhetikers“ vor. Personen, die Farben nicht nur sehen, sondern auch hören und/oder schmecken können, werden so genannt. Gerade habe ich den Roman von Martin Suter „Der Teufel von Mailand“ fertig gelesen. Die Protagonistin gehört auch zu den Menschen, die diese außergewöhnlichen Sinneseindrücke haben. Zwei oder mehr Sinne vermischen sich bei diesen Personen und können nicht mehr voneinander getrennt werden. Da bin ich gleich mal auf die Suche nach Informationen gegangen, denn davor hatte ich noch nie gehört. Angeblich gibt es ziemlich viele Menschen, die diese „Gabe“ haben, sie nehmen sie allerdings nur unterbewusst wahr. Hier gibt es einen Test, der zeigen soll, ob man Synästhetiker ist oder nicht. Ich habe natürlich auch teilgenommen und nach vier Fragen aufgegeben. Ich bin in dieser Hinsicht wohl ziemlich normal. Die Buchstaben, die zur Beurteilung standen waren einfach alle weiß für mich. Nun gut, damit kann ich leben. Vielleicht stellt sich ja heraus, dass einer der Leser hier ein Synästhetiker ist? Bei wem also regelmäßig die Glocken klingeln, wenn er die Farbe rot oder grün sieht – für den würde sich der Test vielleicht mal lohnen. Wer sich auch so näher dafür interessiert, kann auch mal hier oder hier gucken. Oder sich das Buch von mir leihen – definitiv nicht das Beste von Martin Suter, aber durchaus lesenswert.

Go with the flow…

…hab ich mir gesagt und kurzerhand mein eigentliches Vorhaben für den empirischen Teil meiner Arbeit geändert. Man muss heutzutage ja flexibel und für jede Lebenslage gewappnet sein. Na ja, zumindest kann man es sich vornehmen! :-) Ein geeignetes Unternehmen für das Bloggen im Rahmen meiner Untersuchung zu finden ist wirklich nicht so einfach. Leute, die prinzipiell bereit gewesen wären, wollten das eher wie einen Corporate Blog aufziehen – das ist zwar auch interessant, aber nicht das, was ich für meine Masterarbeit will. Jetzt hab ich mich einfach von meinem universitären Umfeld inspirieren lassen und werde (nachdem ich immer mehr tolle “Wissenschaftsblogs” finde) Wissenschaftler in den Fokus meiner Untersuchungen stellen. Inwieweit ich dabei den Begriff des Wissenschaftlers definiere, weiß ich noch nicht so genau. Da muss ich mir noch Gedanken machen. Auf jeden Fall hat mir diese Entscheidung (die ich schon vor ein paar Wochen gefällt habe) geholfen am Theorieteil der Arbeit zu schreiben.

Dieses Wochenende ist aber erst einmal Pause angesagt. Sandra und ich werden nach Berlin reisen, um dort für ihr Promotionsprojekt Schüler zu befragen. Wir haben bereits im Herbst den ersten Durchlauf gemacht und ich bin gespannt, wie sich die Schüler seitdem entwickelt haben.

Feed the world

Wer mich näher kennt, der weiß, dass ich ein wandelndes Kochbuch bin. Wirft man mir einen (metaphorischen) Bissen hin, dann kann ich stundenlang über dieses oder jenes Lebensmittel dozieren. Ich versuch mich zurück zuhalten – ich will ja niemanden langweilen. Aber kombiniert man diese Vorliebe von mir mit kultureller Diversität (noch so eine Herzblutangelegenheit von mir), dann kann man vielleicht verstehen, warum ich euch diese Artikel zeigen muss:

Hier wurden die Einkäufe verschiedener Familien rund um den Globus fotografisch festgehalten. Teil 2 gibt es dann ebenfalls zu bewundern.

Bei manchen Bildern hab ich spontan das Bedürfnis “Genau so ist es!” zu rufen – (bspw. Italien, Deutschland, USA). Unglaublich finde ich auch Australien (zweiter Link) und Grönland (täusch ich mich, oder sind das Pinguine auf dem Tisch?).

Reinschauen lohnt sich!

Heartattack

Anscheinend ist es jetzt die neueste Mode von sozialen Netzwerken ihre Mitglieder durch schrillend laute Musikeinspielungen oder Gastkommentatoren aufzuwecken. Das StudiVZ demonstriert das seit einigen Wochen anschaulich: Nach dem Ausloggen einen falschen Zucker Zuckung (sorry, das Augsburgerisch ist mit mir durchgegangen ;-) ) mit der Maus gemacht und schon fängt es aus den Boxen zu plärren an. Ich denke da wirklich nicht dran und bekomme demnächst tatsächlich einen Herzinfarkt, wenn mich eine verzweifelte Duffy noch einmal um “Mercy” anbettelt. Himmel!

Für die Visuellen..

Die Hochschule der Medien in Stuttgart hat einen Film über das Web 2.0 gedreht. Dabei kommen Blogger, Internet-Start-ups und andere zu Wort. Wer mal etwas Zeit hat, kann ja mal reinschauen. An manchen Stellen finde ich ihn etwas langatmig, aber gut, das ist ja Geschmackssache.

Link: sevenload.com

Was ich gerne zur Diskussion stellen möchte, ist ein Kommentar von Tim O’Reilly, der gegen Ende des Films die These aufwirft, der Digital Divide wäre quasi hinfällig. Seine Begründung: Nachdem nun jeder über Handy und Co. verfügt, kann man ja jederzeit ins Netz, somit wären Zugangsbarrieren nicht mehr gegeben. Das ist doch ein bisschen monokausal gedacht, oder bin ich da verblendet? Ich würde mich als relativ aufgeschlossen in Punkto Technologie bezeichnen, aber soweit, dass ich meine Emails am Handy checke, ist es noch nicht. Wie soll jemand, der das Medium Internet per se nicht oder nur wenig kennt, denn jetzt auf einmal per Mobiltelefon die Online-Welt entdecken? So einfach ist m.E. die Digitale Spaltung nicht überwunden.

Wozu ein Wiki?

Bei der intensiven Auseinandersetzung mit Weblogs im Kontext Web 2.0 kommt man nicht umhin sich auch mit anderen Formen der Social Software zu beschäftigen. Ich gebe zu, ich bin kein exzessiver Nutzer von Wikis (…na ja, vielleicht als Rezipient, nicht als Produzent), aber diese Grafik zeigt, welchen Vorteil ein Wiki gegenüber Email bieten kann.

re:publica 08 – kleine Sammlung

In Berlin findet derzeit die re:publica, eine Konferenz rund um das Thema Web 2.0, Blogging und Soziale Netzwerke statt. Die Crème de la Crème der Blogosphäre scheint versammelt (was man an den neuen Beiträgen in meinem RSS-Feed ablesen kann) und noch scheint sich kein endgültiges Urteil über Qualität und Sinn der Vorträge und Workshops abzuzeichnen. Einen ausführlichen Bericht über die Keynote von Viktor Mayer-Schönberger hat Marc Scheloske in seinem Blog verfasst. Er stellt dabei anschaulich dar, wie die sozialisierte Form des Vergessens durch das Internet und dessen massenhafte Datenspeicherung torpediert wird. Ich denke, der Ottonormal-User hat keine konkreten Vorstellungen davon, WAS mit seinen Daten geschieht und WIE LANGE sie tatsächlich gespeichert werden. Insofern ist der Beitrag ein guter Denkanstoß.

Ganz nett gemacht ist ein Wiki über die re:publica 08. Auch elementare Dinge, wie die Verpflegung werden da hinreichend erklärt. ;-)

Dass der Hype ums Web 2.0 mittlerweile auch bei „seriösen“ Medien angekommen ist, beweist dieses Chatprotokoll von tagesschau.de. Robert Basic von www.basicthinking.de/blog hat sich im Rahmen der Konferenz für ein Interview durch User zur Verfügung gestellt. Lesenswert und ausführlich. Die aufgeworfene Frage eines Chatters, ob denn der Bildblog überhaupt ein Blog sei, da die Kommentar-Funktion fehle, finde ich interessant. Denn eigentlich sehe ich die Möglichkeit zum Austausch über Trackback, Kommentare etc. schon auch als entscheidendes Merkmal eines Blogs an. Natürlich kann man seinen Blog „lediglich“ als persönliches Tagebuch nutzen, aber warum schreibt man es dann nicht klassisch in ein bunt bedrucktes Heftchen? Klar, weil man sich über eine gewisse Form von Feedback freut. Vielleicht ist das bei dem Bildblog nicht so? Man weiß es nicht…