Was nicht passt, wird passend gemacht!
Ich werde alt. Das allein ist ja nun keine neue Tatsache. Das gerade begonnene Semester hat mir allerdings wieder einmal brutal den Spiegel vorgehalten. Lauter „Ersties“ rennen orientierungslos über den Campus auf der Suche nach Hörsaal, Mensa und Bib. Bei der Vorstellung meines Studiengangs am Mittwoch war es dann soweit: In unserem Timeslot zur Vorstellung der Fachschaft durften wir in ca. 50 gespannt dreinblickende Gesichter schauen. Diesen Zustand muss man genießen, denn schon bald pendelt sich der Uni-Alltag ein und auch der Sprecher im Hörsaal verliert zunehmend an Faszination… aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls waren die Zuhörer unverschämt jung! So jung, dass ich gleich mal rechnen musste: Die Geburtenjahre gehen teilweise bis 1988 oder 1989. Hallo? Das geht doch nicht. Das ist, na ja, … viel zu jung! Oder ich bin tatsächlich so alt. Nein, ich hab’s: Die Kognitive Dissonanz kommt daher, dass ich mich einfach noch viel zu jung fühle (somit die anderen geschätztes Grundschulalter haben). Man kann sich die Welt also tatsächlich schön reden! Top! Das gefällt mir. „Ich mach mir die Welt, widde, widde, wie sie mir gefällt.“ Na, klingelt es? Hat das jetzt auch was mit Konstruktivismus zu tun? Hm…So ganz genau weiß ich das noch nicht. Aber dafür beleg ich dieses Semester ein Seminar zum Thema. Deshalb gibt es vielleicht bald an dieser Stelle eine Auflösung in Sachen: Kann man sich einbilden gar nicht sooooooooo alt zu sein?
Domi sagte,
Oktober 19, 2007 um 3:45 Uhr nachmittags
bist du sicher, dass du nicht doch noch ne glosse für presstige schreiben willst??
taragramm sagte,
Oktober 19, 2007 um 3:49 Uhr nachmittags
Glossen schreibe ich immer gerne lieber Domi! Ein lustiges Thema und ich bin dabei ;))
soulkeeper sagte,
Oktober 20, 2007 um 11:22 Uhr vormittags
Ach, die werden auch noch älter!
Irgendwann relativiert sich das wieder. Aber das erlebst Du hoffentlich nicht mehr an der Uni selbst. 